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Definition
Ein Sicherheitszaun ist ein temporäres oder semipermanentes Zaunsystem zur Absicherung von Eventflächen, Infrastrukturarealen und sensiblen Zonen. Als Bestandteil professioneller Zaunanlagen und Zaunsystemen dient er der Einfriedung, dem Perimeterschutz und dem Schutz vor unbefugtem Eindringen. Damit ist der Sicherheitszaun eine der wichtigsten Lösungen für äußere Sicherheit – vor allem dort, wo Geländegrenzen, Zugänge und Schutzbereiche klar definiert werden müssen.
Im Gegensatz zu Crowd-Pressure-Systemen (Front-of-Stage) liegt der Schwerpunkt beim Sicherheitszaun auf Freigeländesicherung, Zugangskontrolle am Rand, Abschirmung und Verzögerung. In der Praxis wird er je nach Sicherheitsanforderungen als modulare, erweiterbare Konstruktion geplant – mit definierter Mindesthöhe, passender Maschenweite, robustem Material und optionalen Anti-Kletter-Features wie Übersteigschutz, Untergrabschutz, Ausleger oder Stacheldraht.
Einordnung bei MOJO Rental
Bei MOJO Rental ist der Sicherheitszaun ein Baustein in der Produktlogik Publikumsschutz & -kontrolle (4×4) und wird in MOJO One Flows so eingeplant, dass Perimeter, Übergänge und sensible Bereiche sauber getrennt sind. Der Sicherheitszaun ist damit nicht „nur Zaun“, sondern Teil eines abgestuften Systems aus Zäunen, Zugangspunkten, Barriers und Überwachung.
MOJO arbeitet dabei mit modularen Systemen und kompatiblen Ergänzungen wie MOJO High Fence, das als zusätzliche Höhe bzw. Sicht-/Schutzkomponente in Barrier-Konfigurationen integriert werden kann.
Sicherheitszaun-Ziele im Event- und Infrastrukturbetrieb
Ziel und Schutzwirkung
Das Ziel eines Sicherheitszauns ist immer eine eindeutige, physische Grenze: eine klare Regel für Zutritt, Wegeführung und Zuständigkeiten. Daraus ergeben sich zentrale Schutzwirkungen:
- Schutz vor unbefugtem Eindringen und opportunistischen Zugriffen
- klare Einfriedung für Grundstück, Gelände und Funktionsflächen
- definierte Schnittstellen für Zugangstechnik, Toranlagen und Kontrolle
- Abschirmung sensibler Einrichtungen und Back-of-House-Zonen
- Reduktion typischer Schwachstellen an Perimetern (Ecken, Übergänge, Tore)
Typische Einsatzorte
Sicherheitszäune werden im Event- und Infrastrukturkontext häufig eingesetzt bei:
- Festivals, Open-Air-Events, Stadtveranstaltungen (Perimeter)
- Stadien und Sportarealen (Außenzonen, Fantrennung)
- Corporate-Events (VIP- und Logistikabschirmung)
- Government-/Public-Sector-Anwendungen (Sicherheitszonen, kontrollierte Areale)
- kritischen Einrichtungen wie Flughäfen oder Industriearealen (erhöhte Sicherheitslevel)
Arten von Sicherheitszäunen
Mobilzaun und Schutzzäune
Ein Mobilzaun ist eine temporäre Variante für schnellen Aufbau und flexible Verwendung. Als Teil der Schutzzäune eignet er sich für wechselnde Anforderungen, kurze Laufzeiten und variable Bedarf-Lagen. Er ist meist wirtschaftlich in der Investition, solange die Risiko- und Druckannahmen passen.
Doppelstabgitter und Doppelstabgitter-Sicherheitszäune
Doppelstabgitter-Systeme sind robust, formstabil und bieten hohe Stabilität gegen Durchbiegen und „Aufdrücken“. Durch die feste Gitterstruktur reduzieren sie das Durchgreifen (Greifen, Ziehen, Manipulation) im Vergleich zu einfachen Gittern, sofern Maschenweite und Rahmenführung korrekt gewählt sind.
Maschendrahtzaun
Der Maschendrahtzaun ist eine leichtere Variante, häufig für geringere Sicherheitsanforderungen oder sekundäre Einfriedung. Für Events kann er als Ergänzung sinnvoll sein, ist aber bei erhöhtem Risiko (Kletterversuche, Werkzeug) limitiert.
High Fence und Zaun-Ausleger-Varianten
High-Fence-Varianten erhöhen die Höhe und erschweren das Übersteig. In der Praxis kommen dazu Ausleger bzw. Zaun Ausleger zum Einsatz – gerade, geneigt oder als Winkel-Ausführung mit definiertem Überstand. Bei hohen Sicherheitsleveln sind Kombinationen mit Stacheldraht möglich, wenn Rahmenbedingungen und Genehmigungen passen.
Aufbau, Material und Konstruktion
Grundkomponenten einer Zaunanlage
Professionelle Zaunanlagen bestehen aus standardisierten Bauteilen:
- Zaunfelder (Gitter-/Panel-Elemente) in definierter Form
- Zaunpfosten / Pfosten mit geeigneter Verankerung
- Verbinder, Klemmen und Verbindungsschellen
- Tore (Einzeltore, Doppeltore, Schleusen), wenn erforderlich
- optional: Ausleger, Überstand, Untergrabschutz, Sicht-/Windschutz
Die Ausführung entscheidet über Belastbarkeit: Pfostenabstand, Klemmpunkte, Panel-Steifigkeit und Bodenauflager sind zentrale Faktoren für Qualität und Funktion.
Material: Stahl und Verzinkung
Im Event- und Infrastrukturbereich ist Stahl das typische Grundmaterial für Sicherheitszäune. Eine hochwertige Verzinkung reduziert Korrosion und erhöht Lebensdauer – relevant bei wiederholter Nutzung, Witterung und Transport. Je nach Variante werden weitere Materialschichten (Beschichtung) eingesetzt, wenn Optik oder Umgebung dies erfordern.
Sicherheitsanforderungen und Sicherheitslevel
Anforderungen und Mindesthöhe
Die Anforderungen an einen Sicherheitszaun leiten sich aus Risiko, Publikum, Standort und Nutzung ab. Typische Parameter:
- geforderte Mindesthöhe (z. B. als Vorgabe aus Sicherheitskonzepten)
- Maschenweite / Panel-Ausführung (Kletterbarkeit, Durchgriff)
- Stabilität gegen Drücken, Ziehen, Kippen
- Widerstand gegen Manipulation (Werkzeug, Hebeln, Öffnen)
- Einbindung von Zugangspunkten und Kontrolle
Sicherheitslevel (inkl. „B“)
Sinnvoll ist die Einteilung in Sicherheitslevel (z. B. Sicherheitslevel B für mittlere Anforderungen):
- Level niedrig: einfache Einfriedung, geringe Angriffserwartung
- Level mittel (B): erhöhte Robustheit, bessere Anti-Kletter-Merkmale
- Level hoch: High Fence, Ausleger, Untergrabschutz, technische Detektion
Diese Einteilung erleichtert die Auswahl und die saubere Kommunikation gegenüber Kunden und anderen Gewerken.
Technik-Integration: Detektion, Sensorik und Video
Ein Sicherheitszaun ist heute oft Träger für Technologie. Möglich sind:
- Sensorik (Vibration, Kontakt, Öffnung) zur Detektion von Manipulation
- Video-Überwachung (fix, PTZ) zur visuellen Bestätigung
- automatische Meldung an Leitstellen/Operatoren bei Ereignissen
- Kombination mit Beleuchtung, Zutrittskontrolle und Alarmierung
Wichtig: Technik ersetzt nicht die mechanische Grundlage. Sie erhöht die Reaktionsfähigkeit, setzt aber stabile Zaunsysteme voraus.
Kombination mit MOJO Systemen im Sinne der One Flows
Die Kombination ist in der Praxis entscheidend: Sicherheitszäune definieren den Perimeter; innerhalb des Geländes übernehmen Barriers die Crowd-Strukturierung. MOJO High Fence wird als zusätzliche Höhe/Abschirmung in Barrier-Linien genutzt und hilft, Sichtlinien zu steuern oder Bereiche zu separieren.
In MOJO One Flows bedeutet das:
- Perimeter sichern (Sicherheitszaun)
- Zugänge strukturieren (Tore/Schleusen)
- Innenzonen lenken (Barriers)
- sensible Bereiche abschirmen (High Fence/Sichtschutz)
So entsteht eine konsistente Sicherheitslogik, die für Live-Entertainment, Sport, Corporate und Government skalierbar bleibt.
Planung, Daten und Abstimmung
Datenblatt-Logik für Planung und Kommunikation
Für eine saubere Planung werden Daten strukturiert erfasst – inklusive eindeutiger Benennung:
| Feld | Beispiel / Zweck |
|---|---|
| Name | Zauntyp/Variante je Bereich |
| ID (z. B. i) | interne Kennzeichnung im Plan |
| Höhe / Mindesthöhe | Vorgabe je Sicherheitszone |
| Maschenweite | Anti-Kletter- und Durchgriff-Parameter |
| Pfosten / Zaunpfosten | Abstand, Fundament, Klemmpunkte |
| Ausleger / Winkel / Überstand | Anti-Übersteig-Konfiguration |
| Untergrabschutz | Boden-/Grabeschutz, falls nötig |
| Material / Stahl / Verzinkung | Dauerhaftigkeit und Qualität |
Das ist besonders wichtig, wenn mehrere anderen Gewerke (Security, Logistik, Zugangstechnik) parallel arbeiten.
Kontakt, Anfrage, Informationen, Newsletter
Für Projekte werden üblicherweise klare Informationen bereitgestellt: Anwendungsfall, Sicherheitslevel, Geländeplan, Schnittstellen. Daraus ergibt sich eine Anfrage mit gewünschter Variante, Mengen, Toren und Installationsrahmen. Kontakt-Wege und – falls angeboten – ein Newsletter für technische Updates können ergänzend genutzt werden, ohne die Planung zu ersetzen.
Kurzfassung
Ein Sicherheitszaun ist eine Zaunanlage zur Einfriedung und Absicherung von Eventgeländen, Einrichtungen und Freigeländesicherung. Sicherheitszäune schützen vor Eindringen, unterstützen Perimeterschutz und definieren Sicherheitslevel durch Mindesthöhe, Maschenweite, Stabilität und Optionen wie Übersteigschutz, Ausleger oder Untergrabschutz. Je nach Anwendung kommen Mobilzaun, Doppelstabgitter oder Maschendrahtzaun sowie High-Fence-Varianten zum Einsatz. Bei MOJO Rental ist der Sicherheitszaun Teil der MOJO One Flows und wird mit Systemen wie High Fence und Barriers kombiniert.
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